Neue Schriften für Typekit

Die Desktop-Bibliothek von Typekit (also die Schriften, die man als Creative-Cloud-Abonnent mit dem eigenen Rechner synchronisieren und somit mit InDesign & Co. verwenden kann) umfasst jetzt 438 Familien, darunter einen ganzen Schwung neuer und alter Bekannter von TypeTogether, Dalton Maag und URW++.

Mit dem 2011 übernommenen Schriftendienst schafft Adobe das, was die »Fontindustrie« seit Jahrzehnten anmahnt, aber durch ihre eigene weltfremde Preisgestaltung die ganze Zeit verhindert hat: (Computer-)Schriften zu einem auf breiter Basis wertgeschätzten und legal genutzten Kulturgut zu machen. Ich weiß nicht, was die Schriftanbieter von Adobe jeweils bekommen, aber ich bin mir ganz sicher, dass sie damit langfristig erheblich besser fahren als mit ihren bisherigen Mondpreisen.

Auch Monotype wird bestimmt noch mal merken, dass man nicht unbedingt die Fehler der Musik- und Filmbranche 1:1 wiederholen muss, indem man Kunden mit hohen Preisen abschreckt und Piraterie durch pauschale Kriminalisierung und ein möglichst »genussfeindliches« Lizenzmodell zu unterbinden versucht. Was der iTunes Store für den Musikmarkt, ist Typekit für die Schriftenwelt – und gehört damit zumindest aus Sicht vieler Anwender zum Besten, was sich in Adobes Portfolio seit Erscheinen der Creative Suite 4 getan hat!

IDUGM42: Datenschutz und Datensicherheit

Donnerstag, 8. Oktober 2015 · 18:30–21:30 Uhr
Designschule München

Inhalt

Der Verein Prepress Update e.V. holt für uns einen Referenten von Digitalcourage e.V. mit einem Vortrag über Datensicherheit und Verschlüsselung nach München.

Der PRISM-Abhörskandal hat gezeigt, dass nicht nur Einwohnermeldeämter und andere Behörden, sondern vor allem Google, Facebook, Yahoo, Apple, Microsoft und viele andere Firmen private Daten der Nutzerinnen und Nutzer bereitwillig an Geheimdienste weitergeben – und wer weiß, an wen sonst noch. Außerdem gehört es bei manchen dieser Firmen zum Kern ihres Geschäftsmodells, Profile ihrer Nutzern zu erstellen, um ihnen noch zielgerichteter Werbung zu schicken.

Aber es geht noch viel weiter: Google weiß (bei den meisten von uns), wer wir sind, wo wir gerade sind und was uns wichtig ist. Google weiß nicht nur, nach welchen Begriffen wir bislang gesucht haben, sondern auch, welche davon wir tatsächlich angeklickt haben. Google weiß minutiös, an welchem Tag wir zu welcher Zeit wach waren, für welche Personen, Nachrichten, Bücher wir uns interessiert haben, nach welchen Krankheiten wir recherchiert haben, welche Orte wir besucht haben, welche Videos wir uns angeschaut haben, welche Werbung uns angesprochen hat.

Der Vortrag will zeigen, wie Nutzerinformationen aus vielen, vielen Ecken zusammengesammelt werden, um die Profile zu bilden, weshalb das eine Gefahr darstellen kann, und was man dagegen tun kann.

Der Referent Hartmut Goebel, Diplom-Informatiker, CISSP und CSSLP, berät seit 2003 mittelständische Unternehmen und Konzerne beim Management von IT-Sicherheit. Er hält auch Vorträge und schreibt Artikel für Fachmagazine (z.B. iX Magazin).

Drumrum

Vor und nach diesem Vortrag haben wir wie immer Tipps, Tricks und Neuigkeiten von Adobe, InDesign & Co. sowie aus der Publishing-Szene allgemein.

In der Pause gibt es Pizza und Wasser/Apfelschorle zum »mischkalkulierten Selbstkostenpreis« von je 1 € je Stück Pizza bzw. 0,5-l-Flasche.

Allgemeines

IDUG-Veranstaltungen kosten keinen Eintritt und sind offen für alle – Alte wie Junge, Ein-/Umsteiger wie Profis. Uns ist jede(r) willkommen, die/der sich für InDesign, Typografie, DTP, Print- und Digital-Publishing interessiert! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich; Einlass solange der Platz reicht.

Jeder Teilnehmer erhält pro Abend ein Los und nimmt damit an der Verlosung dieses Abends teil. Zu gewinnen sind je nach Verfügbarkeit Fachbücher, Videotrainings, Software und andere nützliche Dinge sowie mindestens einmal pro Halbjahr 1 Jahresabo Creative Cloud. Was genau es an diesem Abend zu gewinnen gibt, teilen wir Euch bei der Registrierung vor Ort mit.

Anfahrt

Designschule München auf Google Maps

Sonstiges

Wir freuen uns über jede(n), die/der auf diese Veranstaltung hinweist, zum Beispiel mit diesem Banner auf der eigenen Webseite:

IDUGM#42

Banner-URL: https://dl.dropboxusercontent.com/u/3912848/banner/idugm42_banner_300x150.png
Ziel-URL: http://idugm.de/idugm42

Das Ding hat 300 px × 150 px; wer’s in einem anderen Format braucht, bitte melden.

DACH-Usergroups auf einen Blick

Nach der Abschaltung der von Adobe USA finanzierten Portalseite indesignusergroup.com fehlt unseren Mitgliedern weltweit eine Möglichkeit, schnell und treffsicher nach Gruppen zu suchen, die sich in anderen Städten oder zu anderen (Adobe-verwandten) Themen treffen.

Die »Manager« der deutschsprachigen Adobe-Usergroups haben deswegen beschlossen, eine regionale Portalseite für die Standorte in Deutschland, Österreich und der (v.a. deutschsprachigen) Schweiz aufzusetzen: Unter creativeusergroup.de könnt Ihr andere Standorte finden und Euch die nächsten Treffen anzeigen lassen.

Herzlichen Dank an Henrik Heigl und Klaas Posselt und alle anderen Standortleiter für die investierte Arbeit!

IDUGM41: Biergartenwetter

Donnerstag, 16. Juli 2015 · 18:30–21:30 Uhr
Biergarten des Hofbräukellers am Wiener Platz, Innere Wiener Straße 19, 81667 München

(U4/U5 oder Tram 19/15/25: Max-Weber-Platz oder Tram 16: Wiener Platz)

Am Biergartentisch mit der schwarzen Adobe-Tischdecke fanden sich sieben Personen ein, darunter Detlef Richelmann vom Verein Prepress Update e.V., der mit uns zusammen am 8. Oktober einen Referenten von Digitalcourage e.V. mit einem Vortrag über Datensicherheit und Verschlüsselung zur IDUGM43 holt. Für mich überraschend kam außerdem Georg Obermayr, der bei uns schon zweimal als Referent zu Gast war – bei der IDUGM20 zu »PDF/X-4 und PDF/X-ready« und bei der IDUGM32 mit der Buchvorstellung »Agiles Publishing«.

Themen gab es ja offiziell keine, und so wurde neben konkreten Workflow-Herausforderungen Einzelner ein bisschen die IDUG(M)-Vergangenheit und etwas mehr die Zukunft Adobes und InDesigns, der Creative Cloud (und anderer Wolken), des Publishing-Gewerbes an sich und natürlich der IDUG München diskutiert.

Offizielle Ergebnisse gab’s natürlich ebensowenig, trotzdem haben wir wie gewohnt überzogen und sind erst gegen 22:00 Uhr wieder aufgebrochen.

Fazit: Wenn man im Hofbräu-Biergarten rechtzeitig einen Tisch besetzt, sitzt man sich zwar den Hintern platt, hat dann aber wirklich einen netten Abend.