IDUGM59: Next Generation PDF

Donnerstag, 8. März 2018 · 18:30–21:30 Uhr
Designschule München, Raum 006 (V-Raum)

Linktipps

  • Man mag auf Apple schimpfen, so viel man will, aber ich nehme mal an, dass sie nach wie vor subtilere Methoden kennen, ihre Kunden gegen sich aufzubringen.
  • Das Problem namens »Link-Rot« (auf deutsch etwa »Verweisverwesung« oder »Verknüpfungsfäule«) ist so alt wie das Internet, fällt aber in (vor allem langlebigeren) E-Books besonders auf. Unter #eprdctn tauschen sich Gestalter und Hersteller von elektronischen Publikationen regelmäßig über dieses und andere Probleme aus. [en]
  • Eine der vielen wertvollen Quellen für InDesigner ist das Blog des italienischen Übersetzungsspezialisten Redokun, wo unter anderem eine gute Anleitung zum Verknüpfen von Excel-Tabellen mit InDesign-Tabellen zu finden ist. [en]
  • Oft wird (aus unserer Sicht nicht zu Unrecht) beklagt, dass die Existenzgründung in Deutschland unnötig bürokratisch und die Politik sehr freundlich zu Großkonzernen sei, während Einzelunternehmer nach besten Kräften gepiesackt werden. Jeder Existenzgründer »verbessert« die Arbeitslosenstatistiken, geht aber auch der Kranken- und Rentenversicherung »verloren«. Ein Dilemma unter vielen, das die »ewige Kanzlerin« genauso auszusitzen scheint wie … praktisch alles, was für die Menschen in Deutschland wichtig wäre. Ein Problemfeld ist die (Schein)Selb(st)ständigkeit, wo es jetzt aktuelle Zahlen zu den Statusfeststellungsverfahren bei der Deutschen Rentenversicherung gibt.
  • QuarkXPress 2018 bringt IDML-Import sowie erste JavaScript- und GREP-Fähigkeiten, schließt damit weiter zu InDesign auf und ist nach wie vor »abofrei«. Bis zum 15. Mai gilt ein interessantes Einführungsangebot.
  • A propos Kundennähe: Wir haben schon den Eindruck, dass auch Adobe trotz des enormen wirtschaftlichen Erfolgs des Abo-Modells inzwischen wenigstens mit einem Ohr wieder auf Kunden­wünsche und -probleme zu hören scheint – sogar in den »alten« Geschäfts­feldern, wo zumindest kleine Kunden seit mehreren Jahren über stief­mütter­liche Behand­lung klagen. Begünsti­gend für die zaghaften ersten Ver­besse­rungen waren vermut­lich zwei Faktoren: erst die eigenen guten Erfah­rungen bei der Ent­wick­lung von XD und dann bestimmt auch das Engage­ment von Matthias Günther, der als Head of DTP beim Kon­kur­renten Quark auf vielen Kanälen (vor allem in der XPress-Facebook-Gruppe) über­aus souverän und kompe­tent mit Lob und Kritik hantiert. Das steht in auf­fälli­gem Kontrast zum Quark früherer Jahre, aber eben auch zum Adobe von heute – zumindest, was die »uncoolen« Bereiche betrifft, wo sich nicht alles mit Mobile­first­multi­channel­user­experience­cloud­community­connection­anywhere erschlagen lässt. Wo auch kleinste Unter­nehmen teilweise viel echtes Geld ein­setzen, um echte Produkte herzustellen, braucht’s auch echte Partner, die Verant­wortung und Nach­haltig­keit zumindest kommuni­zieren oder am besten sogar reali­sieren – und das vor allem unabhängig von der Anzahl der Lizenzen oder Abos des jeweiligen Kunden. In dieser Hinsicht scheint Adobe in den letzten sieben oder acht Jahren entsetzlich ins Hinter­treffen geraten zu sein, aber wir gehen einfach mal davon aus, dass die Kunden eines globalen Konzerns einfach für alles ein bisschen mehr Zeit und Ge(du)ld aufwenden müssen.

Ominöse InDesign-Funktion des Abends

Neue Ebenen ausblenden beim Aktualisieren oder erneuten Verknüpfen – Der Zugriff auf die Sichtbarkeit von Ebenen in platzierten INDD, AI, PDF oder PSD macht zum Beispiel die Handhabung von Logos oder Piktogrammen in verschiedenen Farbvarianten sehr elegant – bis in der platzierten Datei eine neue Ebene hinzugefügt wird, die dann an allen verknüpften Instanzen unbedingt oder keinesfalls erscheinen soll. Mit dieser (Programm-)Voreinstellung (in der Rubrik »Dateihandhabung«) lässt sich steuern, wie InDesign sich in so einem Fall verhalten soll.

Die nächsten 25 Jahre PDF

Das DTP, seine Schlüsselfiguren und -technologien kommen in die Jahre: Vor einem Vierteljahrhundert wurde PDF 1.0 vorgestellt, seit zehn Jahren ist es ISO-Standard, seit 2017 gibt es PDF 2.0. Was wir von diesem Dateiformat in den nächsten zehn oder gar 25 Jahren erwarten dürfen, erfahren wir an diesem Abend aus erster Hand. Dabei geht es unter anderem um Langzeitarchivierung, Barrierefreiheit, digitale Signaturen, responsive Layouts, …

Unser Referent Uli Isermeyer ist »Senior Business Development Manager Acrobat, eSign, Technical Communication« bei Adobe Systems in München.

Hans Neumair und Wolf Kamm (Verfasser)