IDUGM51: Farbmanagement mit Adobe CC (und überhaupt)

Donnerstag, 26. Januar 2017 · 18:30–21:30 Uhr
Designschule München

Linktipps

Produktivität

  • Unser Verlosungssponsor PSD-Tutorials hat noch tiefer als bisher schon in seine Spendierhosen gegriffen und uns ein Starter-Jahresabo für seine Kreativ-Flatrate TutKit überlassen. Wer bei diesem Treffen nicht dabei war, sollte sich möglichst bald mal genauer anschauen, welcher Ressourcen-Schatz da für moderates Geld gehoben werden kann!
  • »Elbe-Setzer« Mario Fritsch hat übersichtlich zusammengestellt, welche Basistechniken der Mediengestalter in Excel anwenden muss, um gelieferte Tabellen für eine geschmeidige Datenzusammenführung mit InDesign aufzubereiten.
  • Aus der beliebten Reihe »Was Adobe längst hätte serienmäßig eingebaut haben sollen«: Grundlinienraster per Skript definieren. Uffz, endlich!
  • Sacha Heck hat eine wenig bekannte Photoshop-Technik zu eleganteren Maskierung entdeckt, die den oft unterschätzen Wischfinger einsetzt, und er hat’s praktischerweise ins Netz geschrieben.
  • Moderne »Dingbats« in einem halben Dutzend Schriftformaten bietet die Logoschrift »FontAwesome« (siehe auch die Piktogramme zu Martins Social-Media-Links weiter unten).
  • Ein umfassender Spickzettel mit den wichtigsten Pixelgrößen für die Bebilderung von Social-Media-Konten.
  • Ohne Pappordner und Scanner: So kann man heute Akten digitalisieren – aber ob man das muss?

Datenschutz und Sicherheit

  • Wem Doodle zu intransparent ist, schaut zur TU Dresden – mancher mag überrascht sein, dass es dort auch Dinge gibt, die blau und trotzdem zu was zu gebrauchen sind.

Fachfremdes und (trotzdem) Amüsantes

  • MacBook-Besitzer, denen die eingebaute Festplatte platzt, müssen keine neue einbauen (lassen), sondern können sich extrem stilvoll mit einer schmucken SD-Card behelfen. Nicht ganz billig und natürlich nur für Rechner mit entsprechendem Schlitz geeignet, aber wunderschön.
  • Gerade erst entdeckt: »Live-Streaming« von Sitzungen des Münchner Stadtrats.

Farbmanagement mit Photoshop und InDesign

Danke, Martin Eckert     , für den furiosen Ritt durch Theorie und Praxis des Farbmanagements mit ICC-Profilen – von der Steinzeit bis zur Stromzeit, von Postscript zur APPE, von der Commission Internationale de l’Éclairage (CIE) bis zur European Color Initiative (ECI).

Als Gedankenstütze und für alle, die leider nicht dabei sein konnten, hat Martin uns seinen Vortrag freundlicherweise als PDF bereitgestellt.

Wie versprochen hat er uns auch noch einen kurzen Film aufgenommen, in dem er noch mal erklärt, wo man die Standardprofile findet, wie sie installiert werden, und wie in Photoshop und InDesign die von ihm empfohlenen Einstellungen aussehen. Bedenkt bitte, dass dieses Video in der Kürze nur eine pauschale Hilfestellung sein kann und keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Gerade der Umgang mit Farben in InDesign ist komplexer, als das man das »zwischen Tür und Angel« erläutern kann. Martins universelle Erläuterungen im Vortrag und im Video dienen daher vorrangig dem Zweck, nach Möglichkeit keinen größeren Schaden anzurichten.  🙂

»Bitte fragen Sie im Zweifelsfall jemanden, der sich damit auskennt (Tipp: der Apotheker ist es diesmal nicht)!«  😀

Lob, Kritik und andere Gemeinheiten bitte per E-Mail oder hier in die Kommentare.

IDUGM49: Adobe Sign, InDesign-Skripte

Donnerstag, 6. Oktober 2016 · 18:30–21:30 Uhr
Designschule München

Linktipps

  • Der USAmerikanische ACI James Wamser hat sich und uns einen Überblick verschafft, was in InDesign und Photoshop »bisher geschah«: alle Änderungen seit Version 1 bzw. CS. Englisch.
  • Und InDesignSecrets-Autor Mike Rankin bringt dringend benötigtes Licht ins Dunkel der InDesign-Voreinstellungen – welche Einstellungen sind dokument-, welche programmbezogen? Auch auf Englisch, aber da die Anordnung dieselbe ist wie im Deutschen, dürfte das wirklich für alle nützlich sein.
  • Jürgen Hubers »Scarlet« mit 80% Rabatt. Oder, wie Wolf sagen würde: Endlich mal wieder eine moderne Schrift zu einem zeitgemäßen Preis!
  • Die tgm veranstaltet seit 2009 ein modernes Schriftensymposium – anfangs unter dem Namen »WebFontDay«, mittlerweile als »dynfntdy« (Dynamic Font Day) – kommodenweise in München, und zwar am 26. November 2016, zwei Tage nach unserem 50. IDUGM-Abend!
  • Vergesst das javahässliche StarMoney – Wolf ist seit neuestem begeistert von einem Kontoverwaltungsprogramm aus Berlin, an dem einfach alles passt (mit ausdrücklicher Ausnahme des extrem blöden Namens): MoneyMoney. Kann 30 Tage getestet werden. Wo gibt’s das heute noch?
  • Was Adobe mit CS2 geliefert haben sollte: flexible Fußnoten, deren Spaltigkeit unabhängig ist vom Fließtext, und sogar fortlaufende (= ohne Absatzschaltung zwischen den einzelnen) Fußnoten sind möglich!
  • Das Ganze preisgünstiger, aber dafür umständlicher: InDesign-Scripts von Peter Kahrel.
  • Wer sich alberne Namen für neue Produkte (gibt’s ja kaum mehr) und Dienstleistungen (ersetzen zunehmend echte Produkte) ausdenken muss, kann sich leicht »vergreifen«, weil etwas, das in der eigenen Sprache ein reines Kunstwort ist, in einer anderen vielleicht als Fluch dient. Gute Beispiele gibt zuhauf im IKEA-Katalog, Abhilfe schaffen will man mit einer Dienstleistung(!) namens Wortsicherheit.
  • Die Macwelt hat eine Zusammenstellung hilfreicher Tastenkürzel für den Finder und für die wichtigsten Sonderzeichen.
  • Wer zumindest einen Teil seines Lebens noch ohne den unmittelbaren Einfluss von Internet und Mobiltelefonie hinter sich gebracht hat, dürfte dennoch erstaunt sein, wie lang oder wie kurz das Dasein einiger Netzaktöre schon oder erst ist – vor allem gemessen daran, wie sehr sie uns tagtäglich nützen oder auf die Senkel gehen.
  • Kommunikation im Team – den ehrenwerten Platz von Skype nimmt bei uns seit dessen Übernahme durch Microsoft nun Slack* ein.
  • Wer auch nicht weiß, ob nun eigentlich die Nazis von Polizei und »Verfassungsschutz« unterwandert sind oder umgekehrt, oder ob man beides eigentlich gar nicht aus jeder Perspektive auseinanderhalten kann, findet im »dunklen Kapitel« viel Erhellendes. Wem das zu verschwörungstheoretisch ist, der möge sich in Erinnerung rufen, dass auch Unterstellungen, die Edward Snowden bestätigt hat, noch vor wenigen Jahren als Scheibenwelt-Spinnerei abgetan wurden.

* Sollte sich jemand finden, der schon tiefer in die Möglichkeiten von Slack vorgedrungen ist – also nicht nur Textnachrichten damit verfasst – würden wir uns über einen kurzen Vortrag darüber (etwa 15 min, aber gerne auch länger) bei einem der IDUGM-Abende 2017 freuen!

Adobe Sign

Seit vielen Jahren ist von digitalen und elektronischen Signaturen die Rede, aber bis vor kurzem konnte man noch nicht mal banale Honorarrechnungen in papierloser Form verschicken, ohne sich beim Finanzamt quasi verdächtig zu machen. Adobe hat in den letzten Jahren an mehreren Stellen dafür gearbeitet, seinen Kunden die problemlose Handhabung von elektronischen Signaturen zu ermöglichen.

Rüdiger Herfrid, der bei Adobe München für das Thema »Sign« zuständig ist, verschaffte uns einen Überblick über den Stand der Diskussion rund um elektronische Signaturen und die relevanten Prozesse und ging auch auf rechtliche Aspekte ein. Mit seinem Publikum war er sich weitgehend einig, dass der Wert elektronischer Unterschriften vor allem durch ihre Akzeptanz und ihre Verbreitung (was sich ja gegenseitig bedingt) bestimmt wird. Grob kann man zwischen drei Art elektronischer Signaturen unterscheiden:

  1. Einfache elektronische Signatur:
    Basiert in der Regel auf einer E-Mail-Adresse und gibt dem Gegenüber die Garantie, dass jemand, der Zugriff auf diese E-Mail-Adresse hat, ein Dokument verfasst beziehungsweise zur Kenntnis genommen beziehungsweise bearbeitet hat.
  2. Fortgeschrittene elektronische Signatur:
    Neben der E-Mail-Adresse wird die Unterschrift noch durch eine zweite Instanz bestätigt, die demselben Benutzer zugeordnet werden kann, beispielsweise die Eingabe eines per SMS übermittelten Codes.
  3. Qualifizierte elektronische Signatur:
    [folgt]

Wer den aktuellen Acrobat zur Verfügung hat, kann problemlos die niedrigste Stufe (1) benutzen – also PDFs für Abstimmung- und Genehmigungsprozesse unterschreiben (lassen) und den Verlauf des Prozesses automatisch dokumentiert bekommen. Für höhenwertige Signaturen muss man allerdings noch mal extra bezahlen. Um Änderungen auf das vom Ersteller erlaubte Maß einzuschränken, liegt das PDF ab Beginn des Prozesses »in der Cloud«, was natürlich weitere Fragen aufwirft. In der Praxis ist es aber oft so, dass plötzliche Sicherheitsbedenken von Firmen und Institutionen, die Tag und Nacht alles Mögliche in unverschlüsselten E-Mails durch die Gegend schicken, bestenfalls mittelseriös wirken.

Fazit: Wenn es irgendwann eine wirklich sichere und verlässliche elektronische Kommunikation geben soll, die weder von Technologiekonzernen wie Facebook, Microsoft, Cisco oder Deutscher Telekom hintergangen noch von Behörden von vornherein zum Ausspähen konzipiert werden (wie beispielsweise die »De-Mail«), dann geht das nur durch eine möglichst breite Basis von Praxiseinsätzen. Anders ausgedrückt: Lasst uns jede Möglichkeit nutzen, die Sicherheit und Nachvollziehbarkeit im Datenverkehr auch nur ein kleines bisschen zu erhöhen, damit der Datenschutz wenigstens nicht noch weiter unter die Räder von Terror und Kommerz gerät.

Adobe Sign ist ein ziemlich unkomplizierter und bequemer Einstieg und hat automatisch eine potenziell riesige weltweite Nutzerbasis. Diese Möglichkeiten sollten wir nicht verschenken!

(Kostenlose) InDesign-Skripte und andere nützliche Hausmittel

Wolf Kamm hat im Lauf der Jahre einige InDesign-Scripts angesammelt, die größtenteils nichts kosten, aber sehr nützliche Dinge zu tun in der Lage sind. Anhand von Alltagsbeispielen zeigte er in der verbleibenden Zeit ein paar seiner Lieblingshelferlein:

[Liste folgt]