IDUGM59: Next Generation PDF

Donnerstag, 8. März 2018 · 18:30–21:30 Uhr
Designschule München, Raum 006 (V-Raum)

Linktipps

  • Man mag auf Apple schimpfen, so viel man will, aber ich nehme mal an, dass sie nach wie vor subtilere Methoden kennen, ihre Kunden gegen sich aufzubringen.
  • Das Problem namens »Link-Rot« (auf deutsch etwa »Verweisverwesung« oder »Verknüpfungsfäule«) ist so alt wie das Internet, fällt aber in (vor allem langlebigeren) E-Books besonders auf. Unter #eprdctn tauschen sich Gestalter und Hersteller von elektronischen Publikationen regelmäßig über dieses und andere Probleme aus. [en]
  • Eine der vielen wertvollen Quellen für InDesigner ist das Blog des italienischen Übersetzungsspezialisten Redokun, wo unter anderem eine gute Anleitung zum Verknüpfen von Excel-Tabellen mit InDesign-Tabellen zu finden ist. [en]
  • Oft wird (aus unserer Sicht nicht zu Unrecht) beklagt, dass die Existenzgründung in Deutschland unnötig bürokratisch und die Politik sehr freundlich zu Großkonzernen sei, während Einzelunternehmer nach besten Kräften gepiesackt werden. Jeder Existenzgründer »verbessert« die Arbeitslosenstatistiken, geht aber auch der Kranken- und Rentenversicherung »verloren«. Ein Dilemma unter vielen, das die »ewige Kanzlerin« genauso auszusitzen scheint wie … praktisch alles, was für die Menschen in Deutschland wichtig wäre. Ein Problemfeld ist die (Schein)Selb(st)ständigkeit, wo es jetzt aktuelle Zahlen zu den Statusfeststellungsverfahren bei der Deutschen Rentenversicherung gibt.
  • QuarkXPress 2018 bringt IDML-Import sowie erste JavaScript- und GREP-Fähigkeiten, schließt damit weiter zu InDesign auf und ist nach wie vor »abofrei«. Bis zum 15. Mai gilt ein interessantes Einführungsangebot.
  • A propos Kundennähe: Wir haben schon den Eindruck, dass auch Adobe trotz des enormen wirtschaftlichen Erfolgs des Abo-Modells inzwischen wenigstens mit einem Ohr wieder auf Kunden­wünsche und -probleme zu hören scheint – sogar in den »alten« Geschäfts­feldern, wo zumindest kleine Kunden seit mehreren Jahren über stief­mütter­liche Behand­lung klagen. Begünsti­gend für die zaghaften ersten Ver­besse­rungen waren vermut­lich zwei Faktoren: erst die eigenen guten Erfah­rungen bei der Ent­wick­lung von XD und dann bestimmt auch das Engage­ment von Matthias Günther, der als Head of DTP beim Kon­kur­renten Quark auf vielen Kanälen (vor allem in der XPress-Facebook-Gruppe) über­aus souverän und kompe­tent mit Lob und Kritik hantiert. Das steht in auf­fälli­gem Kontrast zum Quark früherer Jahre, aber eben auch zum Adobe von heute – zumindest, was die »uncoolen« Bereiche betrifft, wo sich nicht alles mit Mobile­first­multi­channel­user­experience­cloud­community­connection­anywhere erschlagen lässt. Wo auch kleinste Unter­nehmen teilweise viel echtes Geld ein­setzen, um echte Produkte herzustellen, braucht’s auch echte Partner, die Verant­wortung und Nach­haltig­keit zumindest kommuni­zieren oder am besten sogar reali­sieren – und das vor allem unabhängig von der Anzahl der Lizenzen oder Abos des jeweiligen Kunden. In dieser Hinsicht scheint Adobe in den letzten sieben oder acht Jahren entsetzlich ins Hinter­treffen geraten zu sein, aber wir gehen einfach mal davon aus, dass die Kunden eines globalen Konzerns einfach für alles ein bisschen mehr Zeit und Ge(du)ld aufwenden müssen.

Ominöse InDesign-Funktion des Abends

Neue Ebenen ausblenden beim Aktualisieren oder erneuten Verknüpfen – Der Zugriff auf die Sichtbarkeit von Ebenen in platzierten INDD, AI, PDF oder PSD macht zum Beispiel die Handhabung von Logos oder Piktogrammen in verschiedenen Farbvarianten sehr elegant – bis in der platzierten Datei eine neue Ebene hinzugefügt wird, die dann an allen verknüpften Instanzen unbedingt oder keinesfalls erscheinen soll. Mit dieser (Programm-)Voreinstellung (in der Rubrik »Dateihandhabung«) lässt sich steuern, wie InDesign sich in so einem Fall verhalten soll.

Die nächsten 25 Jahre PDF

Das DTP, seine Schlüsselfiguren und -technologien kommen in die Jahre: Vor einem Vierteljahrhundert wurde PDF 1.0 vorgestellt, seit zehn Jahren ist es ISO-Standard, seit 2017 gibt es PDF 2.0. Was wir von diesem Dateiformat in den nächsten zehn oder gar 25 Jahren erwarten dürfen, erfahren wir an diesem Abend aus erster Hand. Dabei geht es unter anderem um Langzeitarchivierung, Barrierefreiheit, digitale Signaturen, responsive Layouts, …

Unser Referent Uli Isermeyer ist »Senior Business Development Manager Acrobat, eSign, Technical Communication« bei Adobe Systems in München.

Hans Neumair und Wolf Kamm (Verfasser)

IDUGM58: Neue und alte Photoshop-Tricks

Donnerstag, 1. Februar 2018 · 18:30–21:30 Uhr
Designschule München, Raum 006 (V-Raum)

Linktipps

  • Gibt es ein DTP-Leben ohne Cloud-Bindung? Quark XPress wird immer interessanter für alle, die InDesign ergänzen oder ersetzen wollen oder müssen. In der neuesten Betaversion ist erstmals nativer IDML-Import möglich. Detlev Hagemann hat aufgelistet, was die neue Funktion leistet und was nicht.
  • Weil der Veröffentlichungstermin des Affinity Publisher schon so oft verschoben worden ist, dass das Programm inzwischen als »BER des DTP« bezeichnet wird, hat Serif jetzt mal ein Filmchen rausgehauen, dass den aktuellen Stand des potenziellen InDesign-Herausforderers zeigen soll. Wir können nur hoffen, dass Adobe sich das ebenfalls ganz genau angeschaut hat!
  • Die italienischen Multilingual-Spezialisten Redokun haben sich mal die Mühe gemacht, die ihrer Ansicht nach 105 empfehlenswertesten InDesign-Scripts aufzulisten. Prädikat: stöbernswert. [en]
  • Dass bei Pantone nur eins sicher ist, nämlich der Profit der Erfinder, haben wir ja schon oft ungefragt geäußert. Sehr schön finden wir darum auch die »bekannten Geheimnisse« über Pantone von Dominik Sourcé.
  • Mit uralten Mythen räumt auch die deutsche Illustrator-Königin Monika Gause auf, die erklärt, warum EPS ein Zombie-Format ist. [en]
  • Gaaanz laaangsaaam … gewinnt das Thema Barrierefreiheit in den klassischen DTP-Kreisen an Fahrt. Vermutlich jeder von uns findet es gut und anständig und wichtig, dass Menschen mit Beeinträchtigungen in möglichst keinem Lebensbereich benachteiligt werden, schon gar nicht wissentlich. Dass aber Gestalter von visuellen Medien genau das täglich tun, liegt einerseits in der Natur der Sache, wäre andererseits aber an vielen Stellen vermeidbar, oft sogar ohne wahrnehmbare »Zugeständnisse« an die Gestaltung. Unser Hans Neumair organisiert zusammen mit dem Münchner Schulungsunternehmen c//m//t einen Infotag zu barrierefreien Webseiten und PDFs. Wir empfehlen allen Kollegen, die irgendwie mit Behörden, öffentlich(-rechtlich)en Einrichtungen und größeren Unternehmen zu tun haben, in diesem Feld zumindest über Basiswissen zu verfügen, und dafür ist diese Veranstaltung optimal geeignet.
  • Wer bei dem Thema schon etwas Erfahrung hat, weiß, dass keine Software auf Knopfdruck aus allem ein barrierefreies PDF erzeugen kann. Mit den entsprechenden Vorkehrungen beim Dateiaufbau und einem zuverlässigen Prüfprogramm wie dem PDF Accessibility Checker (PAC) kann man aber sicherstellen, dass man nur Dateien veröffentlicht, die mit in Europa geltenden entsprechenden IT-Standards im Einklang sind.

Ominöse InDesign-Funktion des Abends

Große Registerkarten

Neues und Wenigbekanntes in Photoshop

Das neben InDesign in unseren Kreisen wahrscheinlich meistgenutze Adobe-Programm ist für viele, die nicht direkt in Fotografie und Bildbearbeitung ausgebildet sind, »nur« ein Hilfsprogramm, mit dem Pixelauflösungen angepasst, Freisteller fabriziert und kleine Montagen gemacht werden. Gerade den Buchstabenprofis, die gewohnt sind, Inhalt und Gestaltung separat zu betrachten und eine falsche Schrift oder einen ungünstigen Zeilenfall jederzeit in alle Richtungen verändern zu können, ist die Bildbearbeitung ein eher unbeliebtes Terrain. Karsten Rose ist der richtige Mann, um Hemmschwellen abzubauen und aus Vorurteile Vorteile zu destillieren. Er zeigt uns einerseits, was wir in den letzten paar Photoshop an Neuerungen vielleicht übersehen haben, und wärmt andererseits einige elegante Workflows auf, die zwar schon länger möglich sind, aber selbst den einen oder anderen Bildprofi überraschen dürften.

Karsten Bruno Rose    

Hans Neumair und Wolf Kamm (Verfasser)

IDUGM54: Blick übern Tellerrand: Quark XPress 2017

Donnerstag, 22. Juni 2017 · 18:30–21:30 Uhr
Designschule München

Linktipps

  • Die künftigen Möglichkeiten SVG-basierter OpenType-Schriften zeigt die farbenfrohe Gilbert zu Ehren des heuer verstorbenen Erfinders der Regenbogenfahne. Wir werden versuchen, bei den nächsten Treffen in loser Folge das Thema »Schriften« aus allen Richtungen zu beleuchten.
  • Wer Sonderzeichen in E-Books unterbringen muss und sich nicht sicher ist, was die aktuelle Soft- und Hardware wirklich darstellen kann, sollte sich Simon Collinsons Unicode-EPUB herunterladen.
  • Ein neuer Versuch, die etwas schwer überschaubaren Ebenen der Tastaturbelegung in Illustrator, InDesign und Photoshop in einer eleganten Übersicht zu präsentieren.
  • Wer wissen möchte, wie viele Tischtennisplatten in Adobes Hauptquartier in San Jose stehen, sollte sich den Videorundgang anschauen.
  • Die meisten Besprechungen dienen nur der Bestätigung des Rudelführers, und dafür sind sie schlicht zu teuer. Ein »Besprechungstaxameter« könnte manchem die Augen öffnen.
  • Zeiterfassung im Handumdrehen – wer sich mit der Erfassung und Berechnung seiner eigenen Arbeitszeit schwer tut (so wie ich), sollte sich zumindest die Software dazu mal näher ansehen.
  • Zum Testen von Serienbriefen oder anderen Personalisierungen braucht man einen möglichst realistischen Datenbestand. Warum mühsam echte Namenslisten entstellen, wenn man falsche Namenslisten ganz einfach bestellen kann?
  • Mir hilft bei Flächenvergleichen weder das Saarland noch ein Fußballfeld, weil ich zu beidem keinerlei Bezug habe – zu Schwimmbecken schon eher …
  • Weg mit den Stinkern – her mit den Lastenrädern!

Ominöse InDesign-Funktion des Abends

Textumfluss wirkt sich nur auf Text unterhalb aus – Die Option unter Voreinstellungen → Satz ist vermutlich eins der Überbleibsel aus der heftigen Umstiegszeit, als man ehemaligen XPress-Nutzern ersparen wollte, ihre Dateien und/oder ihre Arbeitsabläufe allzu abrupt ändern zu müssen. Bei Aktivierung wird Text von Textumfluss (früher: Konturenführung) »verschont«, wenn er sich vor dem verdrängenden Objekt befindet. Das ist genau das (einzig mögliche) Verhalten von XPress bis heute, und es provoziert Probleme oder zumindest Mehrarbeit, weil bei Transparenzreduktion (zum Beispiel beim Export als PDF/X-1a) Schrift, die unter transparenten Bildbereichen liegt, schlimmstenfalls in Pfade oder Pixel umgewandelt werden muss. Daher »predigen« wir InDesign-Anwendern seit siebzehn Jahren, dass Text immer über Bildern liegen sollte. Welchen Grund gäbe es also, das in InDesign zu aktivieren?

Konkurrenz belebt das DTP – Neues in XPress 2017

Matthias Günther     haben wir nicht zuletzt deshalb immer wieder sehr gerne zu Gast, weil er kurzweilig und interessant vorträgt, weil er als »Head of DTP« bei Quark sowohl technisch als auch betrieb(swirtschaft)lich belastbare Auskünfte geben kann, und weil er seine Software so beherrscht, als arbeite er selbst täglich produktiv damit. Nach all den Jahren, in denen wir der Leinwand oft das Gesicht und noch öfter den Rücken zugewandt haben, glauben wir beurteilen zu können, dass eine Kombination der genannten Qualitäten nicht alltäglich anzutreffen ist.

Unser Fazit der Vorstellung von XPress 2017: Als Gestalter können wir froh sein, dass XPress längst InDesign in den meisten Aspekten eingeholt oder sogar überholt hat, so dass man Neueinsteigern ehrlich sagen kann, dass sie mit keinem der beiden Programme von vornherein alles richtig und mit dem anderen alles falsch machen. Die Wahl kann jeder nach den eigenen Anforderungen und natürlich auch gemäß den eigenen Vorstellungen von Preisen und Lizenzbedingungen treffen.

Für »alte Hasen« ist dabei sehr amüsant, wie sich die Wahrnehmung der beiden Unternehmen Quark und Adobe durch viele Kunden und Kollegen innerhalb der vergangenen ein bis zwei Jahrzehnte verändert hat: Auf der einen Seite sehen sie ein arrogantes Großunternehmen, das den Markt dominiert, deshalb Fantasiepreise verlangen kann und sich jenseits des Geldeingangs nicht mehr für seine Kunden interessiert. Auf der anderen Seite ist da die innovative, sympathische Softwareschmiede, die intensiv den Kontakt zum (auch Bestands-)Kunden sucht und unablässig an sinnvollen Produktverbesserungen werkelt. Zur Jahrtausendwende galt wohl Quark als Ersteres, Adobe als Letzteres. Heute ist es, jedenfalls aus der Sicht vieler Printgestalter und -dienstleister vor allem in Deutschland, ziemlich genau andersrum.

Wer sich als Anwender nicht nur von Emotionen leiten lassen will, kann von der Situation heute ebenso profitieren wie damals und die entstehenden Spielräume zu seinen Gunsten nutzen. Ich wage aber mal eine Wettervorhersage: Wenn du auch in zehn Jahren und darüber hinaus dein Geld hauptsächlich mit der Datenerstellung für Drucksachen verdienen willst, solltest du Quark nicht aus den Augen verlieren, denn die machen auf uns nicht den Eindruck, als hätten sie Print schon für tot erklärt.

Wir freuen uns aufs nächste Treffen am 20. Juli 2017 im Biergarten.

IDUGM53: Wie hätten Sie’s denn gern? Modulares Publizieren mit FrameMaker (mit und ohne XML)

Donnerstag, 27. April 2017 · 18:30–21:30 Uhr
Designschule München

Linktipps

InDesign, Photoshop & Co.

ProDesignTools, unsere Anlaufstelle für nicht mehr ganz aktuelle Adobe-Installationsprogramme, bietet eine wissenswerte Übersicht über Creative-Cloud-Dienste und -Funktionen, die sich auch nach Ablauf des 7-Tage-Testzeitraums nutzen lassen, wenn man beschlossen hat, kein Abonnent zu werden. [en]

Der italienische Anbieter von Publishing-Lösungen rund um InDesign hat auch eine tolle Übersicht, und zwar über jede Menge kostenloser und -pflichtiger, jedenfalls unverzichtbarer InDesign-Scripts, bei denen vermutlich die meisten von uns das eine oder andere wirklich wertvolle Helferlein entdecken. [en]

Ein Druckvorstufen-Blog aus Österreich mit Themen, die in den meisten Anleitungen, Schulungen und Fachbüchern meistens zu kurz kommen – rund um Photoshop, InDesign, Illustrator, Bildbearbeitung, Colormanagement und PDF/X.

Eigentlich wollten wir noch eine Browser-Lösung zur Visualisierung von Regulären Ausdrücken (vulgo GREP) empfehlen, haben aber in der Nachschau festgestellt, dass das wirklich nur für JavaScript gebaut ist und den InDesign-spezifischen Wortschatz leider nicht versteht. [en]

Gestaltung und Typografie

Unser tgm-Kollege Michi Bundscherer      hat einen bayerischen Blindtextgenerator fabriziert – für alle, die das übliche »Lorem ipsum« nicht mehr lesen können …

Alle erdenklichen Papierformate haben zwei Briten zusammengetragen. Schönheit und Nutzen in selten erreichter Höhe … [en]

Die besten kostenlosen Sans-Serif-Schriften

Digitales Leben

Alte Computer sinnvoll spenden

Anderes Leben

Was passiert mit mir, wenn ich wegen schwerster Krankheit oder Unfall nicht mehr in der Lage bin, meine Geschicke selbst zu beeinflussen? Die große Unsicherheit und entsprechend geringe Quote bei Organspende und Patientenverfügung wird ja immer wieder von verschiedensten Seiten angegangen. Der Humanistische Pressedienst berichtet über die Idee, die eigene Patientenverfügung im Netz abzulegen und per QR-Code, der auf die allgegenwärtige »Gesundheitskarte« aufgebracht wird, darauf zu verlinken. Das wirft natürlich neue Fragen auf, zum Beispiel nach dem Schutz der eigenen Daten und vor Manipulation des Dokuments. In einem freiheitlichen, säkularen und demokratischen Staat hätte ich da allerdings kaum Bedenken …

InDesign, FrameMaker und das gute XML

Unsere Referentin Ute Mitschke     ist Informationsarchitektin und beschäftigt sich seit 1994 mit der Optimierung von Erstellungsprozessen, der Strukturierung von Informationen sowie der Einführung von CMS und ist Spezialistin für Adobe FrameMaker und Microsoft Office. Sie arbeitet selbstständig als Beraterin und Trainerin und entwickelt XML-basierte Lösungen. Aktuelle Schwerpunktthemen sind Modularisierung, SVG und Meta-Informationen sowie die Verbesserung der Robustheit von Publikationsprozessen durch den Einsatz leicht handhabbarer Add-ons.

Adobe FrameMaker kann als großer Bruder von InDesign angesehen werden, ist aber eher der Techniker als als der Kreative. Besonders für große Publikationen mit komplexen Inhalten oder für Dokumente mit langer Lebensdauer, häufigen Änderungen und vielleicht sogar noch Übersetzungen in mehrere Sprachen ist das Programm geeignet.

Wer sich allerdings wesentlich auf die von InDesign vertrauten typografischen und vorstufenspezifischen Merkmale und Funktionen verlässt, wird in dieser Hinsicht schwer enttäuscht. Dem FrameMaker ist sein beinahe biblisches Alter zumindest noch in der von Ute vorgestellten 2015er Version an allen Ecken und Enden anzumerken – angefangen von der altbackenen Oberfläche (gut, das mag zum Teil daran liegen, dass er nur unter Windows verfügbar ist) bis hin zum fast völligen Fehlen von ICC-Farbmanagement und OpenType-Unterstützung. Wir lassen uns gerne die wichtigsten Dinge noch mal zeigen, sobald Bedienung und Funktionalität etwas besser zu dem Niveau aufgeschlossen haben, das Adobe mit InDesign ja vor 17 Jahren selbst gesetzt hat.

Sehr interessant ist dagegen die Möglichkeit, Inhalte in einzelne Dokumente aufzuteilen und diese in verschiedenen Publikationen wiederzuverwenden. Anders als vom Zusammenspiel InCopy–InDesign gewohnt sind die Module dann selbständige FrameMaker-Dokumente mit gestaltetem Text, Grafik, Tabellen, Fußnoten, Querverweisen und so weiter. Sie können sowohl XML-basiert angelegt wie auch als native FrameMaker-Dokumente gestaltet werden. In einer Publikation werden sie im Textfluss der Kapiteldateien innerhalb eines Buchs oder in Projektdokumenten referenziert eingefügt.

Ziele bei der Modularisierung und beim Aufbau von Publikationen aus Modulen:

  • automatische Anpassung des Modullayouts an das Publikationslayout
  • variable Wiederverwendung von Inhalten in diversen Varianten
  • effektive Aktualisierung von Inhalten für mehrere Ausgabevarianten
  • gleichzeitiges, verteiltes Arbeiten an Inhalten
  • Übersetzung nur von geänderten Inhaltsabschnitten

Das Modularisierungskonzept eignet sich nicht nur ausgezeichnet für die technische Dokumentation, sondern auch zur gleichzeitigen Gestaltung von Katalogen, Prospekten, Imagebroschüren und weiterem Marketingmaterial in der Industrie und bei Fachverlagen – sofern die wie erwähnt stark eingeschränkten typografischen Möglichkeiten nicht ins Gewicht fallen.

IDUGM50

Donnerstag, 24. November 2016 · 17:30–21:30 Uhr
Oberangertheater München

Kooperation

Wir begehen unser 50. Treffen zusammen mit der Photoshop-Usergroup München und der Illustrator-Usergroup Deutschland und mit freundlichster Unterstützung von Adobe Systems in München.

MAXimales Jubiläum

Neues von der Adobe MAX, die gerade in San Diego stattfindet. Wir erfahren, was die CC2017-Versionen bringen, und was sonst auf der MAX 2016 vorgestellt, angekündigt (oder auch nur angedeutet) wurde.

Nils Barner von der deutschen Illustrator-Usergroup zeigt die neuen Funktionen in Illustrator CC2017, und Karsten Rose, Gründer der Münchner Photoshop-Usergroup, stellt Photoshop CC2017 vor.

Ingo Eichel von Adobe ist unser Mann für die Neuerungen in InDesign sowie für Einblicke in die aktuelle »Marschrichtung« von Adobe sowie interessante neue Projekte und Ansätze.

Ablauf

Wir können wie immer für nix garantieren (am allerwenigsten für die Einhaltung der Uhrzeiten), aber geplant ist etwa folgendes:

17:30 Einlass, kulinarische Ersthilfe, Netzwerking
18:30 Begrüßung, Historisches und Hysterisches (Wolf Kamm + Hans Neumair)
18:50 Neues von der MAX2016 und von den anderen großen Adobe-Schauplätzen (Ingo Eichel)
19:50 Pause
20:20 Neues in Illustrator CC2017 (Nils Barner)
20:40 Neues in Photoshop CC2017 (Karsten Rose)
21:00 Neues in InDesign CC2017 (Ingo Eichel)
21:20 IDUGM-Ausblick auf 2017, Verlosung (Wolf Kamm + Hans Neumair)
21:30 Ende, Ausklang

Kleines, feines Gewinnspiel

Wir verlosen 1 Jahr Creative Cloud*, aber wir möchten, dass Du dafür ein bisschen was für uns tust. Zwischen 4. November 2016, 0:00 Uhr und 24. November 2016, 12:00 Uhr sichert Dir jede der folgenden Aktionen je ein virtuelles Los:

Die Auslosung findet am 24. November 2016 zwischen 12:00 und 14:00 Uhr statt; der Rechtsweg ist natürlich genauso ausgeschlossen. Adobe-Mitarbeiter und Adobe-Influencer können leider nichts gewinnen, dürfen aber gerne mitmachen.

* Wenn Du schon Abonnent bist, bedeutet ein Gewinn, dass Du nach Ablauf Deines aktuellen Abo-Zeitraums ein weiteres Jahr lang die CC nutzen kannst, ohne dass Dir Adobe dafür Geld abbucht. Falls Du gewinnst, fragen wir Dich nach Deiner Adobe-ID; darüber hinaus hast Du keinerlei Umstände damit.

Drumrum

Davor und danach haben wir wie immer Tipps, Tricks und Neuigkeiten von Adobe, InDesign & Co. sowie aus der lokalen, regionalen und internationalen Publishing-Szene allgemein.

Vor Beginn und zwischendurch gibt es Häppchen und Getränke, für die wir uns schon jetzt ganz herzlich bei Adobe München bedanken!

Allgemeines

IDUG-Veranstaltungen kosten keinen Eintritt und sind offen für alle – Alte wie Junge, Ein-/Umsteiger wie Profis. Uns ist jede(r) willkommen, die/der sich für InDesign, Typografie, DTP, Print- und Digital-Publishing interessiert! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – Einlass wird gewährt, solange der Platz reicht.

Jeder Teilnehmer erhält pro Abend gratis ein Los und nimmt damit an der Verlosung am Ende dieses Abends teil. Zu gewinnen sind je nach Verfügbarkeit Fachbücher, Videotrainings, Software und andere nützliche Dinge sowie mindestens einmal pro Halbjahr 1 Jahresabo Creative Cloud. Was genau es an diesem Abend zu gewinnen gibt, teilen wir Euch bei der Registrierung vor Ort mit. Gewinnen kann nur, wer bei der Ziehung seiner Nummer anwesend ist.

Anfahrt

Oberangertheater, Oberanger 38, DE-80331 München

Sonstiges

Wir freuen uns über jede(n), die/der auf diese Veranstaltung hinweist, zum Beispiel mit diesem Banner auf der eigenen Webseite:

IDUGM50
Banner-URL: http://idugm.de/data/idugm50_banner_300x150.png

IDUGM50
Banner-URL: http://idugm.de/data/idugm50_banner_564x70.png

Ziel-URL für beide: http://idugm.de/idugm50

Das Ding hat 300 px × 150 px beziehungsweise 564 px × 70 px; wer’s in einem anderen Format braucht, bitte melden.