Neue Schriften für Typekit

Die Desktop-Bibliothek von Typekit (also die Schriften, die man als Creative-Cloud-Abonnent mit dem eigenen Rechner synchronisieren und somit mit InDesign & Co. verwenden kann) umfasst jetzt 438 Familien, darunter einen ganzen Schwung neuer und alter Bekannter von TypeTogether, Dalton Maag und URW++.

Mit dem 2011 übernommenen Schriftendienst schafft Adobe das, was die »Fontindustrie« seit Jahrzehnten anmahnt, aber durch ihre eigene weltfremde Preisgestaltung die ganze Zeit verhindert hat: (Computer-)Schriften zu einem auf breiter Basis wertgeschätzten und legal genutzten Kulturgut zu machen. Ich weiß nicht, was die Schriftanbieter von Adobe jeweils bekommen, aber ich bin mir ganz sicher, dass sie damit langfristig erheblich besser fahren als mit ihren bisherigen Mondpreisen.

Auch Monotype wird bestimmt noch mal merken, dass man nicht unbedingt die Fehler der Musik- und Filmbranche 1:1 wiederholen muss, indem man Kunden mit hohen Preisen abschreckt und Piraterie durch pauschale Kriminalisierung und ein möglichst »genussfeindliches« Lizenzmodell zu unterbinden versucht. Was der iTunes Store für den Musikmarkt, ist Typekit für die Schriftenwelt – und gehört damit zumindest aus Sicht vieler Anwender zum Besten, was sich in Adobes Portfolio seit Erscheinen der Creative Suite 4 getan hat!

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